GRABGESTALTUNG
Grundlagen einer ausgewogenen Grabgestaltung
Durch die gärtnerische Gestaltung bekommt der Ort der Erinnerung ein harmonisches und würdevolles Aussehen. Denn Blumen und Pflanzen sind Ausdruck von Liebe und Treue; sie sind Gesten der Dankbarkeit, der Verehrung und des Gedenkens. Unsere Freude an Blüten und Blättern und die liebevolle Bepflanzung des Grabes vereint uns mit jenen, um die wir trauern. Wir zeigen Ihnen hier einige Grundlagen der gärtnerischen Grabgestaltung, geben Ihnen Hinweise und Anregungen. Lassen Sie sich von Ihrem Friedhofsgärtner vor Ort ausführlicher beraten – er kann Ihnen auch Empfehlungen für die standortgerechte Bepflanzung geben.
Drei wesentliche Komponenten einer guten gärtnerischen Grabgestaltung sind:
- Rahmenbepflanzung und raumbildende Gehölze
- Bodendeckende Gehölze oder Stauden
- Jahreszeitlich wechselnder Blumenschmuck
Der Erinnerung einen Rahmen geben
Die Rahmenbepflanzung schafft die Verbindung zwischen dem Grabzeichen bzw. Grabstein und der übrigen Fläche des Grabes. Hierfür werden immergrüne Gehölze bevorzugt, denn sie verleihen dem Grab ganzjährig einen gepflegten und tröstenden Anblick. Besonders geeignet sind Nadelgehölze, wie z. B. die Muschelzypresse oder andere kleinwüchsige Sorten. Aber auch immergrüne Laubgehölze, wie z. B. Buchsbaum oder Lavendelheide, können Bestandteile der Rahmenbepflanzung sein.
Dem Auge Ruhe geben
Ein immergrünes Blattgeflecht von bodendeckenden Pflanzen schafft optisch wohltuende Ruhe. Ein dichtes Polster aus breit und flach wachsenden Stauden oder Gehölzen verringert die Bildung von Unkraut und das Austrocknen des Bodens. Bewährt haben sich für diesen Einsatzzweck der Cotoneaster und der Buchsbaum. Aber auch die farbigen Blätter der robusten Kriechspindel oder Stauden wie Waldsteinia bilden schöne Effekte. Für die Bepflanzung in Schattenlagen gehört der Efeu zu den Klassikern.
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| Efeu (Hedera helix) immergrün und pflegeleicht, gedeiht in Sonne und Schatten - sehr anpassungsfähig |
Schattengrün (Pachysandra terminalis) immergrünes Laub, bildet einen dichten Laubteppich | Golderdbeere (Waldsteinia ternata) besiedelt schnell und dicht Flächen, immergrün | Weisser Mauerpfeffer (Sedum album) flache Polster bildend, kurzfristig weißblühend, auch für trockene Böden geeignet |
Wacholder (Juniperus horizontalis) dicht wachsend, sehr robust |
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| Kriechmispel (Cotoneaster) unverwüstlich, Sonne und Halbschatten | Spindelstrauch (Euonymus fortunei) bildet 15-20 cm dicke Laubteppiche, die rund ums Jahr Kontrast bieten | Fiederpolster |
Teppichbuchs (Buxus sempervirens) immergrünes, dekorativ glänzendes Laub, auch für vollständige Schattenlagen |
Immergrün (Vinca minor) vitale Schattenpflanze, die selbst unter großkronigen Bäumen üppig wächst |
Lebendigkeit im Wechsel der Jahreszeiten
Durch die jahreszeitliche Wechselbepflanzung erhält das Grab seine farbige Ausstrahlung. Das beginnt im Frühjahr beispielsweise mit den frischen Farben von Stiefmütterchen, Primeln und Zwiebelgewächsen. Ab Mai leuchten dann Sommerblumen wie Geranien, Fuchsien oder Begonien. Und selbst im Herbst bietet eine große Vielfalt an Heide, Chrysanthemen und Blattstauden Abwechslung. Dem Winter schließlich sind stillere Farben vorbehalten; Abdeckungen mit Tanne oder Rindenmulch können durch dezente winterliche Gestecke ergänzt werden.
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